Imkerverein Creußen und Umgebung gemeinnütziger e.V.
 Imkerverein Creußenund Umgebung gemeinnütziger e.V.

Der Imkerverein Creußen und Umgebung e.V.

Imkern aus Tradition – Imkern aus Leidenschaft – Imkern aus Verantwortung für die Schöpfung und die Natur - Imkern aus Freude – Imkern zur Entspannung und Erholung – Imkern aus Neugierde und Wissensdrang - Imkern aus Berufung oder als Beruf – Imkern als Hobby – Imkern für die Schule – Imkern als Therapie - Imkern aus Faszination für das (Tautz, 2007) „Phänomen Honigbiene“.

Welche Beweggründe auch immer Sie zur Imkerei gebracht haben oder das Interesse am „Bien“ geweckt haben, der Imkerverein Creußen und Umgebung e.V. mit seinen Mitgliedern ist Ihnen gerne Ansprechpartner und Begleiter in allen Belangen, die die Imkerei und die imkerliche Schulung betreffen.

Darüber hinaus steht Ihnen der Verein aber auch bei Fragen zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft zur Verfügung.

Eine artenreiche Vegetation versorgt unsere Honigbienen nicht nur mit einem optimalen Futterangebot, sondern stellt für sie auch eine „Grüne Apotheke“ dar.

Aber auch generell ist ein vielfältiges Pflanzenangebot im Interesse eines gesunden, widerstands- und erholungsfähigen Naturhaushaltes, der für uns Menschen (über-)lebenswichtig ist. Dennnur ein funktionsfähiger Naturhaushalt kann die Produktion von Nahrungsmitteln, nachwachsende Rohstoffe, sauberes Grund- und Trinkwasser und nicht zuletzt auch saubere Luft erbringen.

 

Die Vorstandschaft des Imkervereins Creußen u. U. stellt sich vor:

1. Vorsitzender: Anton Herzing, Büchenbach

2. Vorsitzender: Bernd Schauer, Pegnitz

Schriftführer: Dieter Valentin, Hummeltal

Kassier: Helga Weber-Bauer, Glashütten

Kassenprüfer: Hans Warber, Schnabelwaid, & Martin Heise, Bayreuth

Seit Oktober 2015 ist der Imkerverein Creußen u.U. ein „eingetragener Verein“

 

Auf der Hauptversammlung des Imkervereins Creußen und Umgebung (kurz „IVC“) am 1. Februar 2015 stimmte die Mitgliederversammlung dem Vorschlag der Vorstandschaft zu, den IVC beim Registergericht als „eingetragener Verein (e.V.)“ in das Vereinsregister eintragen zu lassen.

Für diese Eintragung war es notwendig, eine Vereinssatzung vorzulegen, die wiederum vorher durch die Hauptversammlung beschlossen werden musste.

Der Anstoß, die Rechtsform zu ändern liegt in haftungsrechtlichen Gründen, die wiederum in der langen Tradition des Vereins ihre Wurzeln haben.

Die Vereinsgründung reicht zurück bis in den Zeitraum um das Jahr 1885, in die Zeit des Deutschen Kaiserreich unter Kaiser Wilhelm I. Sie geschah somit weit vor Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900.

Damit handelte es sich beim IVC bisher juristisch um einen sogenannten „altrechtlichen Verein“. Dieser Umstand hat Auswirkungen auf die Haftungsfrage im Falle von Verbindlichkeiten des Vereins Dritten gegenüber.

Vergleicht man die Haftungsfrage eines „eingetragenen Vereins“ mit der eines „altrechtlichen Vereins“ so ergeben sich folgende Unterschiede:

  • der eingetragene Verein (e.V.) stellt eine juristische Person dar, die eigenes Vermögen besitzen kann. Die Vertretung des „e.V.“ nach außen erfolgt durch den satzungsgemäßen Vorstand. Geht der Verein nun Verbindlichkeiten ein, z.B. durch Bestellung einer Honigschleuder, die gemeinsam genutzt werden soll, so haftet der Verein als juristische Person für die hierbei entstehenden Verbindlichkeiten bis zur Höhe seines Vereinsvermögens.
  • Die Haftungsfrage beim „altrechtlichen Verein“ stellt sich gänzlich anders dar. Auch hier vertritt der Vorstand den Verein nach außen. Beim „altrechtlichen Verein“ handelt es sich rechtlich aber um den Zusammenschluss mehrerer Einzelpersonen. Dadurch erstreckt sich die Haftung für Verbindlichkeiten des Vereins auf jedes einzelne Vereinsmitglied in vollem Umfang und mit dessen gesamten Privatvermögen. Somit könnte der Gläubiger, der die Schleuder geliefert hat, im Falle dass der Verein seiner Zahlungspflicht nicht nachkommt, sich an jedes beliebige Vereinsmitglied wenden und von diesem die vollständige Bezahlung verlangen.

Diese Punkte waren der Grund für den Vorstand, sich mit der Haftungsfrage und, daraus folgend, mit dem Thema der Änderung der Rechtsform des IVC, näher zu beschäftigen.

Im Protokollbuch des Vereins finden sich bereits mehrere Stellen, wo sich vorherige Vorstände immer wieder einmal mit diesem Thema beschäftigt haben, es aber nie konsequent zu einem Abschluss brachten. Warum die Angelegenheit, obwohl man offensichtlich eine gewisse Notwendigkeit erkannte, in der Vergangenheit dann doch nicht durchgezogen wurde ist heute, mangels entsprechender schriftlicher Quellen, nicht mehr nachvollziehbar.

Allerdings ist die Änderung der Rechtsform des Vereins schon ein wenig komplex und mit einigen Formalitäten behaftet, sodass weniger tatkräftige Vorstände da eher geneigt sein könnten die Flinte ins Korn zu werfen und alles beim Alten belassen, nach dem Motto: „es ging jetzt schon so lange gut, wird es auch weiterhin gut gehen“.

Bereits im Sommer 2014, anlässlich der Organisation des Imkerfestes sah sich der Vereinsvorstand und der Festausschuss mit der Problematik der Haftung für Verbindlichkeiten des Vereins konfrontiert. Dieser Haftungsfall ist zwar nicht eingetreten, weil alle Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem  Imkerfest aus den Erlösen befriedigt werden konnten, aber es hätte auch anders kommen können, z.B. wenn das Wetter nicht mitgespielt hätte, oder ein Großteil der Gäste ausgeblieben wäre.

Folgerichtig leitete der Vorstand dann ab Herbst 2014 die notwendigen Schritte ein um den Verein in einen „e.V.“ umzuwandeln und so die Haftungsfrage zu lösen.

Dass hierzu die Erstellung einer Vereinssatzung notwendig war, machte das Problem zwar nicht kleiner, eröffnete aber andererseits die Möglichkeit, mit einer neuen Satzung eine zukunftsweisende Neuausrichtung des Vereins vorzunehmen.

Die alte Satzung, sofern sie überhaupt noch auffindbar gewesen wäre, hätte heutigen Ansprüchen sicher nicht mehr genügt. Folgerichtig wurde eine komplett neue Satzung erarbeitet, auf die der IVC inzwischen mit Recht stolz sein kann.

So wird in der Satzung explizit festgelegt, dass jede natürliche oder juristische Person Mitglied des Vereins werden kann, ungeachtet seiner Herkunft, Weltanschauung, Religion oder Hautfarbe.

Das Stimm- und Mitspracherecht hat im Verein jedes Mitglied, ungeachtet seines Alters. Somit sind bereits Minderjährige in vollem Umfang in das Vereinsleben integriert. Da sich der IVC besonders bemüht, Kinder und Jugendliche für die Imkerei zu begeistern, ist dieser Punkt ein wesentlicher Beitrag für eine erfolgreiche Jugendarbeit.

Auch das Engagement des Vereins in der Jugend- und Erwachsenenbildung in Zusammenhang mit Bienen, Natur und Umwelt sind in der Satzung festgeschrieben, ebenso wie die weitestgehend naturgemäße Bienenhaltung unter Verzicht auf pestizidhaltige Behandlungsmittel.    

Bei der Jahreshauptversammlung 2015 wurde die neue Satzung den Mitgliedern vorgelegt und von diesen einstimmig angenommen. Die nachfolgenden Formalitäten beim Notar und beim Amtsgericht zogen sich dann noch bis in den Sommer 2015 hinein, als endlich das Schreiben vom Registergericht eintraf, dass der IVC in das Vereinsregister eingetragen wurde.

So steht einer weiteren erfolgreichen und rechtlich abgesicherten Vereins- und Vorstandsarbeit nichts mehr im Wege und die Aufgaben der Zukunft können mit dem gewohnten Schwung und Elan angegangen werden.

Sollte diese Ausführungen auch anderen Vereinen den Anstoß dazu geben, sich Gedanken um die Rechtsform ihres Vereines oder die Weiterentwicklung ihrer Satzung zu machen, steht die Vorstandschaft des IVC gerne mit Rat zur Seite. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Prozedur ist nicht so kompliziert ist, wie es anfangs vielleicht erscheinen mag, aber der Erfolg belohnt die aufgewandten Mühen.

Hier finden Sie uns

Imkerverein Creussen und Umgebung e.V.
91257 Pegnitz-Büchenbach

Kontakt

Schreiben Sie uns eine Email unter webmaster@imkerverein-creussen.de

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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