Imkerverein Creußen und Umgebung gemeinnütziger e.V.
 Imkerverein Creußenund Umgebung gemeinnütziger e.V.

Leitmotiv und Mission des IVC

Fasziniert vom Superorganismus Honigbiene und inspiriert durch die naturnahe und artgerechte Honigbienenhaltung hat der gemeinnützige Imkerverein Creußen und Umgebung e.V. seine Vereinsarbeit mittlerweile der Entwicklung und der Verbreitung dieser modernen Form der Imkerei gewidmet. Damit sind der Imkerverein und seine Mitglieder im Kern den Grundsätzen der ökologischen Imkerei verpflichtet. Naturnahe und artgerechte Imkerei als Leitmotiv bedeutet dabei die Ausrichtung der imkerlichen Praxis am Wohl der Honigbiene und ihren mannigfaltigen Beziehungen zu ihrer natürlichen Umgebung. Dabei sollte sich das imkerliche Handeln auch immer an den neuen wissenschaftlichen Befunden zur artgerechten und ökologischen Imkerei orientieren. Konsequenzen hieraus sind die Trennung von Brut- und Honigraum, die ausreichende Fütterung, die Behandlung von Bienenkrankheiten und Bekämpfung insbesondere der Varroa Milbe mit biologischen Maßnahmen und Naturstoffen, die möglichst gering zu haltenden Eingriffe in das Bienenvolk, die rigorose Berücksichtigung der Hygiene zum Schutz der Bienenvölker vor Krankheiten sowie die Zucht und Vermehrung lokaler Honigbienenarten unter Verzicht des Imports von Bienenvölkern oder Königinnen aus anderen Regionen – nicht nur um die Gefahr der Einschleppung und Ausbreitung von Krankheiten oder Parasiten zu minimieren. Hinter diese Ziele tritt der gewerblich-kommerzielle Zweck der Imkerei, hier die kommerzielle Bienenzucht oder die Maximierung von Honig-, Wachs- oder Pollenertrag, in den Hintergrund.

Aufgaben in Bildung, Ausbildung und Nachwuscharbeit

Fortbildung und Ausbildung des imkerlichen Nachwuchses und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht nur aus der Bienenforschung, sondern allen anderen Bereichen, die direkt oder indirekt auf die Imkerei Einfluss nehmen, sind ein weiteres wesentliches Betätigungsfeld des ICV. So kann der Verein mit dem Lehrbienenstand der Imkerei Herzing und dem Bienenlehrpfad „Pfaffensteig“, mit regelmäßigen Schulungen (Imkerlehrgänge, Honiglehrgänge), mit regelmäßige Führungen am Bienenlehrpfad, aber auch mit der Unterstützung der Schulimkerei (aktuell Grundschule Burghaig unter der Leitung und Betreuung von Vereinsmitglied Monika Lichtenauer) auf sehr erfolgreiche Aktivitäten in der Bildung und Weiterbildung verweisen. Abgerundet wird dies nicht zuletzt durch die regelmäßige Beteiligung des Vereins an BayernTour Natur“ und am Schulferienprogramm sowie durch das jährliche Imkerfest.

Nachwuchsarbeit leistet der ICV aber gerade auch im Bereich der Betreuung und Begleitung von Jungimkern. Dies umfasst die Ausbildung von Bienenpaten unter den Gesichtspunkten der naturnahen Imkerei. Jüngstes Projekt des Vereins ist das Programm „Gemeinsam imkern“. Im Rahmen dieses Programmes können Interessierte an der Imkerei mit erfahrenen und sachkundigen Imkern das Bienenjahr vor allem in der Praxis kennenlernen.

Aufgabenbereich Bienenweide: Artenvielfalt, heimische Arten und Verstetigung

Honig und Wachs von hoher Qualität erfordern gesunde und zahlreiche Honigbienen. Grundvoraussetzung sind neben den von uns Imkern nicht beeinflussbaren Witterungsbedingungen in erster Linie das Nahrungsangebot, d.h. die Bienenweide. Im Hinblick auf die Bienengesundheit und Immunabwehr ist dabei die Artenvielfalt, die sogenannten Biodiversität, im Umfeld der Bienenstöcke wichtig. Je artenreicher das Pflanzenspektrum, desto vielfältiger, aber auch stetiger über das Jahr hinweg, ist das Angebot an Pollen und Nektar.

Um den Bedarf der Honigbiene an Nektar, Honigtau, Pollen und Baumharz sicher stellen zu können, ohne mit den Völkern wandern zu müssen, ist das Ziel der imkerlichen Tätigkeiten daher die Schaffung einer artenreichen „Bienenweide“ und deren Aufrechterhaltung: Mischwälder, Streuobstwiesen, Blühflächen, extensiv bewirtschaftete Wiesen und düngerarme Weideflächen sollten unter diesem wichtigen Gesichtspunkt gesehen werden. Aber auch die privaten Gärten sowie Grünanlagen oder Grünstreifen in öffentlicher oder privater Verantwortung können mit dem Ziel der Schaffung und Sicherstellung einer artenreichen Bienenweide gestaltet oder gepflegt werden. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass solche Flächen auch die Sinne erfreuen können. Auch das Gespräch über die Notwendigkeit der artenreichen Bienenweide für das Funktionieren des Naturhaushaltes mit der Land- und Forstwirtschaft und der Hinweis auf den beiderseitigen Nutzen (Bestäubung der Kulturpflanzen, Obstbäume, u.v.a.) kann bei der Einrichtung und Verstetigung von Blühstreifen mit heimischen Arten „Wunder“ wirken.

Damit ist der Imker und jeder Interessierte an der Honigbiene, gleich welche Motivation ihn auch treibt, immer dann, wenn er/sie sich aktiv um die Honigbiene kümmert, auch ein Landschaftspfleger im Dienste einer artenreichen Kulturlandschaft. Und wenn wir uns die enge Verzahnung und die Beziehungen im Naturkreislauf noch einmal in Erinnerung rufen, dann stellen wir unschwer fest, dass wir mit der Pflege und Sorge um die Honigbiene, als Imker oder Interessierte, immer auch einen wesentlichen Beitrag zur Schönheit unserer Landschaft, aber auch zur Funktionsfähigkeit (Nahrungsmittel, Rohstoffe, sauberes Grundwasser, saubere Luft) unserer Umwelt leisten.

Texte: Univ.-Prof. Dr. K. U. Totsche, IV Creussen

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91257 Pegnitz-Büchenbach

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